40.7 Windows-Dienst

40.7.1 Übersicht

Die Seite Windows-Dienst bündelt alles, was den Betrieb im Hintergrund betrifft: die Betriebsart (verarbeitet das Hauptprogramm selbst oder ein externer Prozessor?), den Live-Status des Verarbeitungsdienstes und die Verwaltungs-Aktionen. Damit ist auf einen Blick sichtbar, ob gerade tatsächlich jemand verarbeitet - der häufigste Betriebsfehler war ein gesetztes Häkchen ohne laufenden Dienst.

Programmoptionen, Seite Windows-Dienst

Eine Schritt-für-Schritt-Einrichtung inklusive Dienstkonto beschreibt die Anleitung Als Windows-Dienst einrichten; die technischen Hintergründe stehen in Kapitel 60.1.

40.7.2 Betriebsart

Hintergrundprozessor wird extern verwaltet (z. B. als Windows-Dienst): Das Hauptprogramm startet und überwacht den Verarbeitungsprozess dann nicht mehr selbst. Die Verarbeitung muss von einem separat eingerichteten Windows-Dienst (oder einer geplanten Aufgabe) übernommen werden - so läuft sie auch ohne angemeldeten Benutzer, z. B. auf einem Server.

Ist die Option nicht gesetzt, startet und überwacht das Hauptprogramm den Hintergrundprozessor wie gewohnt selbst; die Verarbeitung läuft dann nur, solange das Programm läuft.

40.7.3 Status

Die Ampel fasst Betriebsart, Dienst und Lebenszeichen zu einem Gesamtzustand zusammen:

Anzeige Bedeutung
Grau - Verarbeitung läuft im Programmfenster Externer Prozessor ist deaktiviert, das Hauptprogramm verarbeitet selbst
Rot - Kein Verarbeitungsdienst eingerichtet Option aktiv, aber weder Dienst noch Lebenszeichen: es verarbeitet niemand
Rot - Dienst ist falsch eingerichtet Der Dienst verweist auf eine falsche Programmdatei und kann nicht starten (siehe Korrigieren)
Orange - Dienst nicht aktiv Der Dienst ist eingerichtet, läuft aber gerade nicht
Orange - Dienst läuft ohne Lebenszeichen Der Dienst läuft, meldet aber keine Verarbeitung - meist läuft er unter einem anderen Benutzerkonto
Orange - Dienst läuft, Option deaktiviert Dienst und Hauptprogramm würden beide verarbeiten wollen
Grün - Externe Verarbeitung aktiv Kein Windows-Dienst, aber ein externer Prozessor meldet sich (z. B. über die Aufgabenplanung)
Grün - Dienst läuft und verarbeitet Normalzustand im Dienstbetrieb

Darunter stehen die Eckdaten des gefundenen Dienstes: Dienstname, Status samt Starttyp, Konto, Programmpfad (mit Bewertung) und der Zeitpunkt der letzten Prüfung. Über Öffnen lässt sich die Diagnosedatei ServiceDiagnostics.log einsehen, in der Dienst, Prozessor und Überwachung ihre Start- und Stopp-Entscheidungen protokollieren. Der Status wird automatisch aufgefrischt, solange die Seite sichtbar ist; Aktualisieren erzwingt eine sofortige Prüfung.

Ergänzend erscheint bei Bedarf eine Hinweiszeile:

  • Dienstkonto “Lokales System”: Nicht empfohlen - Anmeldedaten, Kennwörter, Netzlaufwerke und Drucker gelten in Windows je Benutzerkonto.
  • Abweichendes Dienstkonto: Erklärt ein fehlendes Lebenszeichen. Die Statusdaten werden je Benutzerkonto abgelegt; läuft der Dienst unter einem anderen Konto, sieht dieses Fenster seine Verarbeitung nicht.
  • Fehlender Autostart: Nach einem Windows-Neustart liefe der Dienst nicht an. Die Aktion Dienst starten setzt den automatischen Start gleich mit.

40.7.4 Aktionen

Jede Aktion erfordert genau eine Bestätigung als Administrator (Windows-Benutzerkontensteuerung).

Aktion Wirkung
Dienst einrichten… Fragt Dienstname, Windows-Benutzerkonto und Kennwort ab und legt den Dienst an: Programmpfad auf AXPProcessor.exe, automatischer Start, Wiederherstellung nach einem Absturz (drei Neustartversuche im Minutenabstand) und das Anmelderecht “Als Dienst anmelden” für das Dienstkonto. Anschließend wird der Dienst gestartet.
Dienst starten Startet den vorhandenen Dienst und setzt dabei den automatischen Start samt Wiederherstellung
Dienst anhalten Hält den Dienst an; der Starttyp bleibt unverändert
Korrigieren Stellt den Programmpfad eines falsch eingerichteten Dienstes auf AXPProcessor.exe um und startet ihn. Dienstkonto und Kennwort bleiben unverändert
Dienst entfernen… Hält den Dienst an und entfernt ihn. Ist die Betriebsart danach noch auf “extern” gestellt, bietet das Programm an, sie mit zu deaktivieren - sonst verarbeitet niemand

Hinweis zum Kennwort: Es wird nicht über die Befehlszeile übergeben (dort wäre es für andere Programme sichtbar), sondern über einen kurzlebigen Eintrag im Windows-Tresor, den der Einrichtungsvorgang sofort wieder löscht. Gespeichert wird das Kennwort nur dort, wo Windows es ohnehin für den Dienst hinterlegt.

40.7.5 Deinstallation

Beim Deinstallieren des Programms werden registrierte Verarbeitungsdienste automatisch angehalten und entfernt - auch von Hand angelegte und falsch eingerichtete. Bei einem Update bleibt der Dienst dagegen bestehen.