Als Windows-Dienst einrichten
Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Betrieb von Automatic PDF Processor als Windows-Dienst im Hintergrund
Diese Anleitung zeigt, wie Sie Automatic PDF Processor als Windows-Dienst einrichten, der dauerhaft
im Hintergrund läuft - ohne dass ein Benutzer angemeldet sein oder das Programmfenster geöffnet sein muss.
Das ist die richtige Betriebsart für Server und für Rechner, die rund um die Uhr PDF-Dateien verarbeiten sollen.
Der Dienst nutzt das Programm PDFProcessor.exe, das bei der Installation neben dem normalen Programm liegt.
Das Hauptfenster starten Sie danach nur noch gelegentlich, um Profile zu pflegen oder die Protokolle zu prüfen.
Auf einen Blick
- Schwierigkeit: Fortgeschritten (Administrator-Rechte erforderlich)
- Zeitbedarf: ca. 15 Minuten
- Voraussetzungen: Installiertes Programm, ein Windows-Benutzerkonto für den Dienst, eine Eingabeaufforderung als Administrator
- Ergebnis: Automatic PDF Processor verarbeitet PDF-Dateien dauerhaft im Hintergrund, auch ohne angemeldeten Benutzer
Hinweis: Diese Anleitung deckt den häufigsten Fall ab - den Betrieb als klassischer Windows-Dienst.
Weitere Betriebsarten (geplante Aufgabe, Headless-Modus) sowie alle Kommandozeilen-Parameter finden Sie in der
Programmhilfe.
Video-Tutorial: Automatic PDF Processor als Windows-Dienst einrichten (mit Sprachausgabe und optionalen Untertiteln)
Schritt 1: Ein eigenes Benutzerkonto für den Dienst wählen
Legen Sie für den Dienst ein eigenes Windows-Benutzerkonto an (oder verwenden Sie ein vorhandenes
Benutzer- bzw. Domänenkonto). Unter diesem Konto wird der Dienst später laufen.
Verwenden Sie nicht das Konto „Lokales System“. Der Grund: Anmeldedaten, Verbindungen und
Berechtigungen sind in Windows immer an einen bestimmten Benutzer gebunden. Läuft der Dienst unter „Lokales
System“, kommt er an genau diese Dinge nicht heran:
- Netzlaufwerk-Verbindungen (gemappte Laufwerke wie
H: sind je Benutzer eingerichtet).
Ab Version 2.5.0 erkennt das Programm den zugehörigen Netzwerkpfad automatisch, sodass im Profil eingetragene
Laufwerksbuchstaben auch im Dienst funktionieren – vorausgesetzt, das Dienst-Konto darf auf die Freigabe zugreifen.
- Netzwerk-Drucker (Druckerfreigaben sind je Benutzer eingerichtet – relevant für die Aufgabe „Drucken“)
- Gespeicherte Passwörter für verschlüsselte PDF-Dateien (im Programm je Benutzer hinterlegt)
- Die Lizenz (wird je Benutzerkonto hinterlegt)
Außerdem zeigt das Hauptfenster sonst dauerhaft die Meldung „Externer Prozessor nicht aktiv“
an, obwohl der Dienst in Wirklichkeit korrekt arbeitet - weil Fenster und Dienst sich nur erkennen, wenn beide unter
demselben Benutzer laufen.
Empfehlung: Richten Sie ein dediziertes Konto wie APP-Dienst ein und vergeben Sie ein
Passwort, das nicht abläuft.
Schritt 2: Programm einmalig unter diesem Konto einrichten
Melden Sie sich einmalig mit dem Dienst-Konto an Windows an und starten Sie das normale Programm
(AutomaticPDFProcessor.exe). Richten Sie hier alles fertig ein:
- Lizenz eintragen.
- Profile anlegen oder importieren und mit einem Testlauf prüfen.
- Falls genutzt: Netzlaufwerke verbinden, Netzwerk-Drucker hinzufügen und
Passwörter für verschlüsselte PDF-Dateien hinterlegen.
Dieser Schritt ist wichtig: Lizenz, Laufwerksverbindungen und gespeicherte Passwörter werden für genau dieses
Benutzerkonto hinterlegt. Der Dienst kann später nur das verwenden, was hier unter seinem Konto eingerichtet wurde.
Schritt 3: Option „Externer Prozessor“ aktivieren
Damit sich das Hauptfenster und der Dienst nicht gegenseitig stören, aktivieren Sie - weiterhin unter dem
Dienst-Konto - die passende Option:
Öffnen Sie Optionen → Windows-Dienst und setzen Sie unter Betriebsart
das Häkchen bei „Hintergrundprozessor wird extern verwaltet (z.B. als Windows-Dienst)“.
Was diese Option bewirkt: Das Hauptfenster geht davon aus, dass der Dienst die Verarbeitung
übernimmt. Es startet und beendet also keinen eigenen Verarbeitungsprozess mehr, sondern dient nur noch zur
Konfiguration und zur Anzeige der Protokolle. Ohne diese Option würde das Fenster bei jedem Start einen eigenen
Prozessor starten und dem Dienst ins Gehege kommen.
Neu ab Version 2.8.0: Die Seite Windows-Dienst zeigt zusätzlich eine laufend
aktualisierte Statusanzeige: Grün bedeutet, der Dienst läuft und verarbeitet; bei Problemen - etwa einem
angehaltenen Dienst, fehlendem automatischem Start oder einem falschen Dienstkonto - wird das Problem konkret
benannt. Dass hier zunächst noch kein Dienst gefunden wird, ist normal - den legen Sie im nächsten
Schritt an.
Schließen Sie das Programm anschließend mit OK - oder fahren Sie direkt auf dieser Seite
mit dem nächsten Schritt fort.
Schritt 4: Dienst einrichten
Empfohlen ab Version 2.8.0 - Einrichtung direkt im Programm: Klicken Sie auf der
Seite Optionen → Windows-Dienst auf „Dienst einrichten...“ und
geben Sie Dienstname, Dienstkonto und Kennwort an. Das Programm legt den Dienst an, setzt den automatischen Start,
richtet Neustartversuche nach einem Absturz ein und vergibt das Anmelde-Recht „Anmelden als Dienst“ -
alles mit einer einzigen Administrator-Bestätigung. Die Schritte unten sind dann nicht mehr nötig.
Alternativ von Hand: Öffnen Sie eine Eingabeaufforderung als Administrator und
legen Sie den Dienst mit sc.exe an. Passen Sie den Pfad zur PDFProcessor.exe an Ihren
Installationsort an (Standard ist C:\Program Files\Automatic PDF Processor 2) und tragen Sie bei
obj= Ihr Dienst-Konto aus Schritt 1 ein:
sc.exe create "AutomaticPDFProcessorService" binPath= "\"C:\Program Files\Automatic PDF Processor 2\PDFProcessor.exe\" --service"
sc.exe config "AutomaticPDFProcessorService" obj= ".\APP-Dienst" password= "IhrPasswort"
sc.exe config "AutomaticPDFProcessorService" start= auto
binPath= verweist auf die PDFProcessor.exe mit dem Parameter --service.
obj= ist das Benutzerkonto, unter dem der Dienst läuft - genau das Konto, unter dem Sie in Schritt 2
und 3 alles eingerichtet haben. Bei einem lokalen Konto schreiben Sie .\Kontoname, bei einem
Domänenkonto Domäne\Kontoname.
start= auto sorgt dafür, dass der Dienst beim Hochfahren von Windows automatisch startet.
Wichtig: Nach binPath=, obj=, password= und
start= steht jeweils ein Leerzeichen - das verlangt sc.exe so.
Benutzerrecht „Anmelden als Dienst“: Das Dienst-Konto benötigt
das Windows-Benutzerrecht „Anmelden als Dienst“ - sc.exe vergibt dieses
Recht nicht automatisch; ohne das Recht startet der Dienst nicht (Fehler 1069). Am einfachsten
öffnen Sie in der Diensteverwaltung (services.msc) die Eigenschaften des Dienstes, Registerkarte
„Anmelden“, und bestätigen dort das Konto samt Passwort einmal mit OK - Windows
vergibt das Recht dabei automatisch. Alternativ tragen Sie das Konto unter secpol.msc →
Lokale Richtlinien → Zuweisen von Benutzerrechten → „Anmelden als Dienst“ ein.
Schritt 5: Dienst starten und prüfen
Starten Sie den Dienst:
sc.exe start "AutomaticPDFProcessorService"
Alternativ klicken Sie auf der Seite Optionen → Windows-Dienst einfach auf
„Starten“: Der Dienst wird gestartet und zugleich auf automatischen Start gesetzt
(eine Bestätigung als Administrator genügt). Bei der Einrichtung direkt im Programm ist der Dienst
ohnehin bereits gestartet.
Prüfen Sie anschließend, ob alles läuft:
- In der Windows-Diensteverwaltung (
services.msc) sollte
„AutomaticPDFProcessorService“ den Status „Wird ausgeführt“ haben.
- Bei Problemen hilft die Datei
ServiceDiagnostics.log. Sie liegt im Anwendungsdaten-Ordner
des Dienst-Kontos:
%AppData%\Automatic PDF Processor 2\ServiceDiagnostics.log
Sie enthält die Startmeldungen und - im laufenden Betrieb - den Eintrag IsWindowsService=True.
Steht dort IsWindowsService=False, läuft der Dienst nicht wie erwartet.
Die regulären Verarbeitungs- und Fehlerprotokolle erscheinen wie gewohnt im Hauptfenster unter Protokoll.
Schritt 6: Laufender Betrieb
Ab jetzt verarbeitet der Dienst PDF-Dateien dauerhaft im Hintergrund - unabhängig davon, ob ein Benutzer angemeldet
ist. Das Hauptfenster starten Sie nur noch bei Bedarf, um Profile zu ändern oder Protokolle anzusehen; die
eigentliche Verarbeitung bleibt beim Dienst.
Möchten Sie den Dienst später anhalten oder entfernen, nutzen Sie am einfachsten die Schaltflächen
„Anhalten“ bzw. „Entfernen“ auf der Seite
Optionen → Windows-Dienst - oder von Hand:
sc.exe stop "AutomaticPDFProcessorService"
sc.exe delete "AutomaticPDFProcessorService"
Beim Deinstallieren des Programms werden eingerichtete Dienste ab Version 2.8.0 automatisch mit entfernt.
Häufige Probleme
| Problem |
Lösung |
| Hauptfenster meldet „Externer Prozessor nicht aktiv“, obwohl der Dienst läuft |
Dienst und Hauptfenster müssen unter demselben Benutzerkonto laufen. Prüfen Sie in
services.msc unter „Anmelden als“, ob dort das Konto aus Schritt 1 steht - nicht
„Lokales System“. |
| Dienst startet und beendet sich sofort wieder |
ServiceDiagnostics.log im AppData-Ordner des Dienst-Kontos öffnen (siehe Schritt 5) - dort
steht der Grund, oft eine fehlende Lizenz oder ein nicht erreichbarer Ordner. |
| Dienst wurde von Hand angelegt und zeigt auf die falsche Programmdatei (Start hängt bzw. Fehler 1053) |
Ab Version 2.8.0 erkennt die Seite Optionen → Windows-Dienst diesen Fall und benennt
ihn konkret. Ein Klick auf „Korrigieren“ stellt den Programmpfad richtig;
Dienstkonto und Kennwort bleiben unverändert. |
Speichern auf einem Netzlaufwerk (z. B. H:) schlägt im Dienst fehl |
Ab Version 2.5.0 löst das Programm Laufwerksbuchstaben automatisch zum Netzwerkpfad auf. Stellen Sie
sicher, dass das Laufwerk einmal unter dem Dienst-Konto verbunden wurde (Schritt 2) und das Konto Zugriff auf
die Freigabe hat. |
| Netzwerk-Drucker funktioniert im Dienst nicht |
Druckerfreigaben gelten je Benutzer. Den Drucker einmal unter dem Dienst-Konto verbinden, dann erkennt ihn
auch der Dienst. |
| „Lokales System“ wurde gewählt |
Diese Auswahl funktioniert nicht zuverlässig (siehe Schritt 1). Mit
sc.exe config "AutomaticPDFProcessorService" obj= ".\APP-Dienst" password= "…" auf ein
echtes Benutzerkonto umstellen. |
| Verarbeitung läuft doppelt |
Wahrscheinlich ist die Option „Hintergrundprozessor wird extern verwaltet“ nicht gesetzt (Schritt 3), sodass das
Hauptfenster zusätzlich verarbeitet. Häkchen setzen und Fenster neu starten. |
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