36 Programmoptionen

36.1 Übersicht

Die Programmoptionen enthalten zentrale Einstellungen, die für alle Profile gelten. Hier konfigurieren Sie das E-Mail-Konto zum Versenden, Verarbeitungszeiten, Backup-Einstellungen und weitere programmweite Funktionen.

Aufrufen: Menü ExtrasOptionen… oder Tastenkürzel Strg+O


36.2 Allgemein

Sprache

Wählen Sie die Programmsprache: - Deutsch (Standard) - English

Die Änderung wird nach einem Neustart des Programms wirksam.

Autostart

Option Beschreibung
Mit Windows starten Das Programm wird automatisch beim Windows-Start ausgeführt
In den Infobereich starten Das Programm startet minimiert im Infobereich (System Tray)

Verhalten bei Minimieren/Schließen

Option Beschreibung
In den Infobereich minimieren Beim Minimieren wird das Programm in den Infobereich verschoben
Beim Schließen in den Infobereich Der Schließen-Button minimiert das Programm statt es zu beenden

Zentral verwaltete Profildatei

Für Unternehmensumgebungen können Sie eine zentral verwaltete Profildatei angeben, die von allen Arbeitsplätzen gelesen wird.

Option Beschreibung
Profildatei Pfad zur zentralen Profiles.json
Bearbeitung erlauben Wenn deaktiviert, können Profile nur gelesen, nicht geändert werden
Verarbeitung im Admin-Modus unterdrücken Verarbeitung wird ausgesetzt, wenn die zentrale Datei bearbeitet wird

Passwortspeicherung

Bestimmt, wo sensible Passwörter gespeichert werden:

Modus Beschreibung
Verschlüsselt in Konfiguration Passwörter werden AES-verschlüsselt in den JSON-Dateien gespeichert (Standard)
Windows-Anmeldeinformationsverwaltung Passwörter werden im Windows-Tresor (Credential Manager) gespeichert

Empfehlung: Für den Dienst-Betrieb oder geteilte Konfigurationen ist die Windows-Anmeldeinformationsverwaltung sicherer.

Arbeitsverzeichnis

Legt fest, wo das Programm seine temporären Dateien ablegt - etwa Zwischenkopien bei der Verarbeitung sehr großer PDF-Dateien, Teil-Dateien beim Aufteilen oder Zwischenstände beim Zusammenführen. Bleibt das Feld leer, wird ein Standardordner im Benutzerprofil verwendet.

Die Angabe eines eigenen Verzeichnisses ist vor allem dann sinnvoll, wenn das Systemlaufwerk wenig freien Speicherplatz hat: Bei großen Dokumenten kann vorübergehend Platz in der Größenordnung der Dateigröße benötigt werden. Wählen Sie in diesem Fall einen Ordner auf einem Laufwerk mit ausreichend Platz.

Hinweis: Ist das angegebene Verzeichnis zur Laufzeit nicht erreichbar (z. B. ein getrenntes Netzlaufwerk), verwendet das Programm automatisch wieder den Standardordner und vermerkt dies im Diagnoseprotokoll.


36.3 Verarbeitung

Prüfintervall

Legen Sie fest, wie oft das Programm die überwachten Ordner auf neue Dateien prüft.

Einstellung Standard
Sekunden zwischen Prüfungen 120 (2 Minuten)

Hinweis: Ein kürzeres Intervall führt zu schnellerer Verarbeitung, erhöht aber die Systemlast.

Pause zwischen Verarbeitungen

Optional können Sie eine Pause zwischen der Verarbeitung einzelner Dateien festlegen. Dies ist nützlich bei externen Systemen, die Zeit für die Synchronisation benötigen.

Verarbeitungszeitraum einschränken

Beschränken Sie die Verarbeitung auf bestimmte Zeiten:

Einstellung Beschreibung
Wochentage Nur an ausgewählten Tagen verarbeiten
Von/Bis Zeitraum für die Verarbeitung (z.B. 09:00-17:00)

Anwendungsfall: Verarbeitung nur während der Geschäftszeiten, um beispielsweise nur bei Anwesenheit von Personal zu drucken.

Fehlerbehandlung

Bei Fehlern benachrichtigen

Aktivieren Sie diese Option, um bei Verarbeitungsfehlern automatisch eine E-Mail zu erhalten.

Einstellung Beschreibung
Empfänger E-Mail-Adressen für Fehlerbenachrichtigungen (kommagetrennt)

Dateien bei Fehlern verschieben

Einstellung Beschreibung
Dateien mit Fehlern verschieben Dateien, die nicht verarbeitet werden konnten, in einen separaten Ordner verschieben
Zielordner Pfad zum Fehler-Ordner

Dateien ohne Text

Optionen für PDFs, die keinen extrahierbaren Text enthalten:

Option Beschreibung
Verschieben In einen separaten Ordner verschieben
Per E-Mail senden An die angegebenen Empfänger senden
Ignorieren Diese Dateien von der Verarbeitung ausschließen

Dateien ohne Filter-Treffer

Option Beschreibung
Verschieben Dateien, die keinem Profil-Filter entsprechen, in einen Ordner verschieben
Zielordner Pfad zum Ordner für nicht zugeordnete Dateien

Erweiterte Einstellungen

Option Standard Beschreibung
Verschobene Dateien als bekannt behandeln Ja Dateien, die vom Programm verschoben wurden, werden bei erneutem Erscheinen am Ursprungsort nicht erneut verarbeitet
ML für Barcode-Erkennung aktivieren Ja Maschinelles Lernen (lokal) für verbesserte Barcode-Erkennung
Bereits verarbeitete Dateien merken Ja Speichert Prüfsummen verarbeiteter Dateien zur Vermeidung von Mehrfachverarbeitungen. Beim Deaktivieren erscheint eine Sicherheitsabfrage mit Hinweis auf die Konsequenzen (siehe Hinweis unten)
Prüfsummen-Aufbewahrung (Tage) 90 Wie lange Datei-Prüfsummen gespeichert werden (0 = unbegrenzt)
Zeitlimit für die Dateiverarbeitung (Sekunden) 0 Maximale Verarbeitungszeit pro Datei. Bei Überschreitung wird die Datei übersprungen und als Fehler markiert. 0 = deaktiviert. Empfohlen: 120 Sekunden bei großen Batch-Verarbeitungen.
Zeitlimit für das Lesen der Metadaten (Sekunden) 10 Maximale Wartezeit beim Lesen der PDF-Metadaten. Bei Überschreitung wird die Datei als nicht lesbar behandelt. 0 = unbegrenzt.
Max. Wartezeit bei gesperrten Dateien (Sekunden) 10 Wartezeit bevor eine gesperrte Datei übersprungen wird. Die Datei wird beim nächsten Prüfintervall erneut versucht.
Dateigrößen-Stabilität bei neuen Dateien (Sekunden) 0 Prüft, ob sich die Dateigröße für die angegebene Anzahl Sekunden nicht verändert hat, bevor die Verarbeitung beginnt. Nützlich bei Netzlaufwerken, auf denen Dateien noch kopiert werden. 0 = deaktiviert.

Achtung beim Deaktivieren von “Bereits verarbeitete Dateien merken”: Ohne diese Option wird jede Datei in einem überwachten Ordner in jedem Scan-Zyklus erneut verarbeitet — auch wenn sie schon verarbeitet wurde. Bei Profilen ohne Verschieben- oder Löschen-Aufgabe entstehen Endlosschleifen (dieselbe Datei wird immer wieder gedruckt, per E-Mail versandt, kopiert oder umbenannt). Die profilspezifischen Optionen “Wiederkehrende Dateien als neu behandeln” und “Zusätzliche Durchläufe für die Datei” haben keine Wirkung mehr. Diese Option sollte nur deaktiviert werden, wenn alle überwachten Profile die Dateien aktiv aus dem Ordner entfernen.


36.4 Windows-Dienst

Auf dieser Seite verwalten Sie die Betriebsart der Verarbeitung und den Windows-Dienst des Hintergrundprozessors. Der Dienst kann hier direkt aus dem Programm eingerichtet, gestartet, angehalten, korrigiert und entfernt werden - als Alternative zum manuellen Weg über sc.exe (siehe Kapitel “Erweiterte Funktionen”).

Betriebsart

Option Standard Beschreibung
Hintergrundprozessor wird extern verwaltet Nein Aktivieren Sie diese Option, wenn der Hintergrundprozessor (PDFProcessor.exe) extern gestartet wird, z.B. als Windows-Dienst oder über die Aufgabenplanung. Die Hauptanwendung startet, überwacht und beendet den Hintergrundprozessor dann nicht mehr selbst. Die Kommunikation über IPC (z.B. Sofortprüfung, Berichterstellung) funktioniert weiterhin.

Hinweis zum externen Prozessor-Modus: Wenn der Hintergrundprozessor extern verwaltet wird, kann er bei automatischen Sicherungen nicht angehalten werden. Einzelne Dateien, auf die der Prozessor gerade zugreift, werden bei der Sicherung übersprungen.

Status des Verarbeitungsdienstes

Die Statusanzeige aktualisiert sich automatisch alle 5 Sekunden, solange die Seite geöffnet ist, und zeigt auf einen Blick:

Anzeige Bedeutung
Grün Der Dienst läuft und verarbeitet (bzw. ein externer Prozessor ohne Windows-Dienst ist aktiv).
Gelb Handlungsbedarf möglich: Dienst angehalten, kein Lebenszeichen trotz passendem Konto oder Dienst läuft, obwohl die Option deaktiviert ist (Dienst und Hauptprogramm konkurrieren dann um die Verarbeitung).
Rot Es verarbeitet niemand: Kein Dienst gefunden, obwohl die Option aktiv ist - oder der Dienst ist fehlerhaft eingerichtet (z.B. falsche Programmdatei).

Läuft der Dienst unter einem anderen Benutzerkonto als die Oberfläche, wird der Zustand “läuft, aber keine Statusmeldungen” neutral (grau) statt gelb angezeigt: Die Statusmeldungen sind je Benutzerkonto getrennt - der Dienst arbeitet in diesem Fall normal, nur die Anzeige in dieser Sitzung bleibt leer. Eine Hinweiszeile nennt das abweichende Konto.

Zusätzlich werden Dienstname, Status samt Starttyp, Dienstkonto, Programmpfad und der Zeitpunkt der letzten Ordnerprüfung angezeigt. Hinweiszeilen erklären typische Probleme, etwa ein Dienstkonto “Lokales System” (nicht empfohlen) oder ein vom angemeldeten Benutzer abweichendes Konto (dann kommen keine Statusmeldungen an, da diese je Benutzerkonto getrennt sind).

Aktionen

Schaltfläche Beschreibung
Dienst einrichten… Legt den Windows-Dienst an und startet ihn. Abgefragt werden Dienstname, Dienstkonto und Kennwort; empfohlen ist Ihr eigenes Benutzerkonto. Das Anmelde-Recht “Als Dienst anmelden” wird automatisch vergeben, ebenso der Starttyp “Automatisch (verzögert)” und automatische Neustartversuche nach einem Absturz. (Eine Administrator-Bestätigung)
Starten Startet einen vorhandenen, angehaltenen Dienst. Steht der Starttyp nicht auf “Automatisch”, wird er auf “Automatisch (verzögert)” gesetzt - der verzögerte Start vermeidet Anmeldefehler direkt nach dem Hochfahren, wenn das Netzwerk noch nicht bereit ist. Ein bereits auf “Automatisch” (ohne Verzögerung) eingestellter Dienst bleibt unverändert.
Anhalten Hält den Dienst an (wartet, bis er tatsächlich beendet ist).
Korrigieren Repariert einen fehlerhaft eingerichteten Dienst: Der Programmpfad wird auf die richtige Programmdatei umgestellt und der Starttyp auf “Automatisch (verzögert)” gesetzt; Dienstkonto und Kennwort bleiben unverändert.
Entfernen Hält den Dienst an und entfernt ihn. Anschließend wird angeboten, auch die Option “Externer Prozessor” zu deaktivieren - sonst würde niemand mehr verarbeiten.

Hinweis: Das Kennwort des Dienstkontos wird nicht über die Befehlszeile übergeben, sondern kurzzeitig sicher über die Windows-Anmeldeinformationsverwaltung transportiert und sofort wieder gelöscht.

Anmeldefehler 1069 beim Dienststart

Schlägt der Dienststart mit dem Anmeldefehler 1069 fehl (typische Ursachen: Kennwort des Dienstkontos wurde geändert, Konto ist gesperrt, oder das Recht “Als Dienst anmelden” wurde - etwa durch eine zentrale Gruppenrichtlinie - wieder entzogen), bietet das Programm direkt an, das Kennwort des Dienstkontos neu einzugeben. Dabei wird auch das Anmelde-Recht neu vergeben und der Dienst anschließend gestartet; Dienstname, Konto und Starttyp bleiben unverändert. Ein Entfernen des Dienstes oder ein Neustart des Rechners ist nicht erforderlich.

Hinweis für zentral verwaltete Umgebungen: Wird das Recht “Als Dienst anmelden” über eine Gruppenrichtlinie verwaltet, gehört das Dienstkonto in die zentrale Rechteliste - sonst kehrt der Fehler 1069 nach jeder Richtlinien-Aktualisierung zurück, obwohl die lokale Reparatur zunächst erfolgreich war.


36.5 E-Mail-Konto zum Senden

Konfigurieren Sie das E-Mail-Konto, das für alle E-Mail-Aufgaben und Benachrichtigungen verwendet wird.

Kontotyp

Typ Beschreibung
SMTP Direkter Versand über einen SMTP-Server
Outlook Versand über das installierte Microsoft Outlook (classic). Das neue Outlook darf parallel genutzt werden, der Versand läuft aber immer über das klassische Outlook, das dafür mit einem Profil eingerichtet sein muss. Nicht möglich, wenn die Verarbeitung als Windows-Dienst läuft (der Dienst erreicht das Outlook der angemeldeten Sitzung nicht); das Programm weist beim Speichern der Optionen darauf hin.
Exchange Online Versand über Microsoft 365 / Exchange Online

SMTP-Einstellungen

Einstellung Beschreibung
Server Hostname des SMTP-Servers (z.B. smtp.provider.de)
Port SMTP-Port (Standard: 25, SSL: 465, STARTTLS: 587)
Benutzername Anmeldename beim SMTP-Server
Passwort Passwort für die Authentifizierung
Absendername Name, der als Absender angezeigt wird
Absender-E-Mail E-Mail-Adresse des Absenders

Verschlüsselung

Option Beschreibung
Automatisch aushandeln Beste verfügbare Verschlüsselung verwenden (empfohlen)
Keine Unverschlüsselte Verbindung
SSL/TLS sofort Verschlüsselung von Anfang an (Port 465)
STARTTLS erforderlich STARTTLS muss unterstützt werden
STARTTLS wenn verfügbar STARTTLS verwenden, falls unterstützt

Zertifikatsprüfung

Option Standard Beschreibung
Prüfe, ob das TLS/SSL-Zertifikat zurückgezogen wurde Ja Prüft die Certificate Revocation List (CRL) des Serverzertifikats
SSL/TLS-Zertifikatsfehler ignorieren Nein Ignoriert Zertifikatsfehler wie selbstsignierte, abgelaufene oder nicht übereinstimmende Zertifikate. Sicherheitshinweis: Verwenden Sie diese Option nur, wenn Sie dem Server vertrauen und die Ursache des Zertifikatsfehlers kennen.

S/MIME-Signierung

Für digitale Signaturen können Sie ein S/MIME-Zertifikat konfigurieren:

Quelle Beschreibung
Windows-Zertifikatspeicher Zertifikat aus dem Windows-Speicher auswählen
Zertifikatsdatei PFX/P12-Datei mit privatem Schlüssel

Outlook-Einstellungen

Einstellung Beschreibung
Standardkonto verwenden Das in Outlook konfigurierte Standardkonto nutzen
Benutzerdefiniertes Konto Ein bestimmtes Outlook-Konto über die SMTP-Adresse auswählen

Exchange Online-Einstellungen

Einstellung Beschreibung
Absendername Name des Absenders
Absender-E-Mail E-Mail-Adresse (muss mit Microsoft 365 verknüpft sein)
Timeout Zeitlimit für die Verbindung (Standard: 30 Sekunden)

Hinweis: Für Exchange Online ist eine einmalige Authentifizierung bei Microsoft erforderlich.

Pause nach dem Senden

Optional können Sie eine Pause zwischen E-Mail-Sendungen festlegen, um Begrenzungen des E-Mail-Servers zu beachten.


36.6 Excel-Bericht per E-Mail

Automatischer Versand eines Excel-Berichts mit Verarbeitungsstatistiken.

Bericht versenden

Einstellung Beschreibung
Bericht per E-Mail senden Aktiviert den automatischen Berichtversand
Empfänger E-Mail-Adressen für den Bericht (kommagetrennt)

Bericht speichern

Einstellung Beschreibung
Bericht lokal speichern Speichert den Bericht als Excel-Datei
Verzeichnis Speicherort für die Berichtsdateien

Intervall

Wann soll der Bericht erstellt werden?

Intervall Beschreibung
Täglich Jeden Tag zur angegebenen Uhrzeit
Wöchentlich An einem bestimmten Wochentag
Monatlich An einem bestimmten Tag des Monats

Berichtszeitraum

Welchen Zeitraum soll der Bericht abdecken?

Zeitraum Beschreibung
Aktueller Tag Nur der heutige Tag
Vortag Der gestrige Tag
Vorwoche Die komplette Vorwoche (Mo-So)
Vormonat Der komplette Vormonat
Letzte X Tage Die letzten N Tage
Vom Ersten des Monats bis heute Vom Monatsanfang bis heute

36.7 Log

Aufbewahrungsdauer

Einstellung Standard
Tage 365

Log-Einträge, die älter als dieser Zeitraum sind, werden automatisch gelöscht.

Anzeigelimit

Einstellung Standard
Maximale Anzahl angezeigter Einträge 25.000

Begrenzt die Anzahl der im Hauptfenster angezeigten Log-Einträge, um die Performance zu optimieren.

Aktuellen Dateinamen anzeigen

Einstellung Standard
Zusätzlich zum ursprünglichen den aktuellen Dateinamen anzeigen Nein

Wird eine Datei während der Verarbeitung umbenannt (z.B. durch die Aufgabe “Datei umbenennen”), zeigt das Log stets den Namen an, unter dem die Datei aufgegriffen wurde. Mit dieser Option wird zusätzlich der aktuelle Dateiname in einer eigenen Zeile unterhalb des ursprünglichen Namens angezeigt - sowohl im Logbereich als auch in den Verarbeitungsdetails.

Ist die Option deaktiviert, erscheint der aktuelle Dateiname stattdessen als Tooltip, wenn Sie den Mauszeiger über den Log-Eintrag bewegen. Die Zusatzzeile bzw. der Tooltip erscheint nur bei Dateien, deren Name sich tatsächlich geändert hat.


36.8 Verarbeitungsprotokoll

Erstellt ein tägliches CSV-Protokoll aller verarbeiteten Dateien. Das Protokoll wird nach jeder Dateiverarbeitung automatisch erweitert.

Protokoll aktivieren

Einstellung Standard
Verarbeitungsprotokoll als CSV-Datei erstellen Nein

Format

Format Beschreibung
Kompakt Eine Zeile pro Datei mit einer Details-Spalte (wie im Log-Bereich)
Erweitert Eine Zeile pro Datei mit einer Spalte pro Aufgabentyp (wie im Excel-Bericht)
Aufgabenebene Eine Zeile pro ausgeführter Aufgabe — ideal für automatisierte Auswertung und Datenbank-Import

Speicherort

Standardmäßig werden die Protokolldateien im AppData-Verzeichnis unter Logs/ gespeichert. Sie können ein alternatives Verzeichnis angeben.

Dateiname: ProcessingLog_JJJJ-MM-TT.csv (ein Protokoll pro Tag)

Trennzeichen

Option Zeichen
Semikolon ; (Standard)
Komma ,
Tabulator Tab

Encoding

Wählen Sie die Zeichenkodierung für die CSV-Datei (Standard: UTF-8 mit BOM).

Aufbewahrung

Einstellung Standard
Aufbewahrung in Tagen 30

Ältere Protokolldateien werden beim Start des Hintergrundprozessors automatisch gelöscht.

Hinweis: Die Statuswerte im Protokoll (z.B. „Erfolg”, „Fehler”) folgen der eingestellten Programmsprache.


36.9 Sicherungen

Automatische Backups der Programmkonfiguration.

Backup aktivieren

Einstellung Standard
Sicherungen erstellen Ja

Backup-Intervall

Einstellung Standard Beschreibung
Alle X Stunden 4 Zeitbasiertes Backup
Nach Profiländerungen Nein Backup nach jeder Profiländerung

Backup-Verzeichnis

Standardmäßig werden Backups im AppData-Ordner gespeichert. Sie können ein alternatives Verzeichnis angeben (z.B. ein Netzlaufwerk).

Maximale Anzahl

Einstellung Standard
Maximale Anzahl Sicherungen 50

Ältere Backups werden automatisch gelöscht, wenn diese Anzahl überschritten wird.


36.10 Druckeinstellungen

Standardeinstellungen für die Druckaufgabe.

Profilvoreinstellungen

Einstellung Standard Beschreibung
Verarbeitung nach Anwenden stoppen Ja Weitere Profile werden nicht auf dieselbe Datei angewandt
Wiederkehrende Dateien als neu behandeln Nein Dateien, die erneut im Ordner erscheinen, werden wieder verarbeitet

Druckoptionen

Einstellung Standard Beschreibung
Seiten automatisch drehen Ja Seiten werden optimal zur Papiergröße ausgerichtet
Inhalt automatisch zentrieren Nein Druckinhalt wird auf der Seite zentriert
Größenmodus Einpassen Wie der Inhalt an das Papier angepasst wird
Skalierung 100% Prozentuale Skalierung des Druckinhalts

Größenmodus

Modus Beschreibung
Einpassen Inhalt wird auf die Seitengröße skaliert
Originalgröße Inhalt wird in Originalgröße gedruckt
Benutzerdefiniert Manuelle Skalierung in Prozent

36.11 Dynamische Listen

Dynamische Listen ermöglichen die zentrale Verwaltung von Werten, die in Extrahierungsregeln oder für den Filter verwendet werden können.

Listenverwaltung

Aktion Beschreibung
Neu Neue dynamische Liste erstellen
Bearbeiten Ausgewählte Liste bearbeiten
Löschen Ausgewählte Liste entfernen

Listentypen

Typ Beschreibung
Statisch Fest definierte Werte
CSV-Datei Werte werden aus einer CSV-Datei geladen
Excel-Datei Werte werden aus einer Excel-Datei geladen

Verwendung

In Extrahierungsregeln können Sie dynamische Listen referenzieren mit: - <QueryWithList{Listenname}> - Wert aus der Liste abfragen - <EntryFromList{Listenname}> - Im Filter: Prüfen ob Wert in Liste enthalten

Anwendungsfall: Eine Liste von Kundennummern, die regelmäßig aktualisiert wird, kann zentral gepflegt werden und steht allen Regeln zur Verfügung.

Hinweis: Sofern Listen als Filter eingesetzt werden, ist das Spaltentrennzeichen bei einspaltigen Listen optional und die Spaltenangabe für das Ergebnis irrelevant. Beim Einsatz für den Datentyp “Abfrage (mit Liste)” muss das Trennzeichen jedoch zwingend angegeben werden.


36.12 Passwortliste

Zentrale Verwaltung von Passwörtern für verschlüsselte PDF-Dateien.

Passwörter hinzufügen

Fügen Sie Passwörter hinzu, die das Programm automatisch beim Öffnen verschlüsselter PDFs probiert.

Aktion Beschreibung
Hinzufügen Neues Passwort zur Liste hinzufügen
Entfernen Ausgewähltes Passwort löschen

Funktionsweise

Wenn das Programm eine verschlüsselte PDF-Datei erkennt: 1. Passwörter aus dem aktuellen Profil werden probiert 2. Passwörter aus dieser globalen Liste werden probiert 3. Bei Erfolg wird die Datei mit dem gefundenen Passwort geöffnet

Sicherheitshinweis: Die Passwörter werden verschlüsselt gespeichert, abhängig von der Einstellung unter “Allgemein” → “Passwortspeicherung”.


36.13 Sonstiges

Ordnerüberlappung prüfen

Einstellung Standard
Überwachte Ordner auf Überlappung prüfen Nein

Wenn aktiviert, warnt das Programm beim Speichern, wenn mehrere Profile mit nicht ausreichenden Filterkriterien denselben Ordner oder überlappende Ordner überwachen.

Trim-Funktion bei neuen Regeln

Einstellung Standard
Trim-Funktion automatisch hinzufügen Ja

Neue Extrahierungsregeln erhalten automatisch die Bereinigungsfunktion “Leerzeichen am Anfang und Ende entfernen”.

Druckerverfügbarkeitsprüfung

Einstellung Standard
Vereinfachte Druckerverfügbarkeitsprüfung Ja

Bei aktivierter Option wird nur geprüft, ob der Drucker installiert ist, nicht ob er verfügbar ist. Dies kann Probleme mit Netzwerkdruckern vermeiden.

Diagnose-Protokoll

Einstellung Standard
Diagnose-Protokoll Standard

Das Programm zeichnet fortlaufend ein Diagnose-Protokoll auf (Datei “ServiceDiagnostics.log” im Datenordner). Es enthält detaillierte Informationen zur Datei-Erkennung und Profil-Auswahl und hilft dem Support bei Fragen wie “Warum wurde diese Datei nicht verarbeitet?”.

  • Standard: Es werden nur die jüngsten Aufzeichnungen aufbewahrt (insgesamt ca. 10 MB). Für die meisten Fälle ausreichend - jede Support-Sicherung enthält damit automatisch den aktuellen Verarbeitungsverlauf.
  • Ausführlich: Die Aufbewahrung wird deutlich vergrößert (bis ca. 200 MB). Wählen Sie diese Stufe nur auf Anraten des Supports, wenn ein Problem über einen längeren Zeitraum beobachtet werden soll.

Ordner für verschlüsselte Dateien ohne Passwort

Geben Sie Ordner an, in denen verschlüsselte PDF-Dateien auch ohne Passwort verarbeitet werden sollen. Die Dateien werden in dem Zustand verarbeitet, wie sie zugänglich sind.

Anwendungsfall: PDFs mit Berechtigungspasswort, die lesbar sind, aber nicht bearbeitet werden dürfen.


36.14 Tipps und Hinweise

Konfiguration sichern

Nutzen Sie die automatische Backup-Funktion, um Ihre Konfiguration zu schützen. Bei Problemen können Sie einen früheren Stand wiederherstellen.

Backup-Pfad: %APPDATA%\Gillmeister Software\Automatic PDF Processor 2\Backups\

E-Mail-Test

Bevor Sie E-Mail-Aufgaben produktiv einsetzen, testen Sie die E-Mail-Einstellungen mit der Test-Funktion im Optionen-Dialog.

Verarbeitungszeiten

Die Einstellung “Verarbeitungszeitraum einschränken” ist nützlich für: - Druckaufgaben, die nur bei Anwesenheit von Personal ausgeführt werden sollen - Umgebungen, in denen nur zu bestimmten Zeiten Dateien erwartet werden - Systeme, die nachts für Wartung oder Backups reserviert sind

Zentrale Profilverwaltung

Für Unternehmen mit mehreren Arbeitsplätzen: 1. Profile auf einem Netzlaufwerk speichern 2. Pfad unter “Zentral verwaltete Profildatei” eintragen 3. Optional: “Bearbeitung erlauben” deaktivieren für Endbenutzer 4. Optional: “Verarbeitung im Admin-Modus unterdrücken” aktivieren für den Administrator