60.5 Profile importieren und exportieren

60.5.1 Übersicht

Profile lassen sich einzeln oder als Sammelpaket exportieren und auf einer anderen Installation importieren. Das ist die klassische Methode, um Konfigurationen zwischen Systemen zu übertragen, Vorlagen aus anderen Setups zu übernehmen oder gezielt einzelne Profile zu kopieren - ohne gleich die gesamte Konfiguration über die Backup-Funktion zu transferieren.

Beim Import erkennt das Programm das Format automatisch: AEP 2 (V2), AEP 3 (V3) und AEP 4 (V4) werden unterstützt. Bei V2/V3 erfolgt eine automatische Migration auf das aktuelle V4-Format - alte Konfigurationen können also direkt eingespielt werden.


60.5.2 Profil exportieren

Schritt Aktion
1 Im Hauptfenster ein oder mehrere Profile in der Profilliste markieren
2 Profil → Profile exportieren… im Profil-Dropdown der Toolbar
3 Datei-Dialog öffnet sich - Speicherort und Dateiname wählen
4 Programm schreibt eine JSON-Datei mit den Profil-Definitionen

Die Export-Datei enthält:

  • Komplette Profil-Definition (Name, Filter, Aufgaben, Optionen)
  • Referenzen auf Konten, Drucker, Datenbankverbindungen - aber nicht die Konten/Drucker selbst (die sind separat über den Backup-Mechanismus zu transferieren)

So lässt sich ein Profil von einem Setup auf ein anderes übertragen, sofern die referenzierten Ressourcen (Konten, Drucker) auf dem Ziel-System bereits existieren oder beim Import mit angelegt werden.


60.5.3 Profil importieren

Schritt Aktion
1 Profil → Profile importieren… im Profil-Dropdown der Toolbar
2 Datei-Dialog öffnet sich - JSON-Datei (oder XML aus AEP 2/3) auswählen
3 Programm analysiert die Datei und erkennt das Format automatisch (V2, V3 oder V4)
4 Ressourcen-Auswahl-Dialog erscheint, falls die Datei zusätzliche Ressourcen enthält (siehe 60.5.4)
5 Profile werden in die aktuelle Konfiguration eingefügt - vorhandene Profile bleiben unverändert

60.5.4 Ressourcen-Auswahl beim Import

Wenn die Import-Datei zusätzliche Ressourcen enthält - etwa E-Mail-Konten, Drucker, Nachschlagetabellen oder Filterlisten -, fragt das Programm pro Kategorie, ob diese mit übernommen werden sollen:

Bereich Verhalten
E-Mail-Konten Checkbox je Konto: importieren oder nicht. Bereits vorhandene Konten (Match über Anzeigename) werden nicht überschrieben
Drucker Wie Konten: Checkbox je Drucker
Nachschlagetabellen Wie oben
Globale Platzhalter Wie oben
Filterlisten Wie oben

Bereits vorhandene Ressourcen mit identischem Namen werden nicht überschrieben - stattdessen werden die importierten Profile auf die vorhandenen Ressourcen gemappt. So bleiben kritische Daten (Passwörter in Konten, Drucker-Definitionen) erhalten, während die Profil-Logik aktualisiert wird.


60.5.5 V2-/V3-Migration

Beim Import einer AEP-2- oder AEP-3-Datei erfolgt eine automatische Migration auf das V4-Format:

  • Filter-Strukturen werden umgebaut (V3 hatte Inline-Operatoren wie <UND>/<ODER> in Filterwerten - V4 nutzt explizite Filter-Sets)
  • Aufgaben-Typen werden gemappt (z.B. Outlook-Kategorie → Microsoft-365-Kategorie)
  • Pfad-Schreibweisen werden normalisiert (z.B. \\Konto\OrdnerINBOX/Ordner)
  • Veraltete Aufgaben (z.B. eigene Outlook-COM-spezifische Befehle) werden auf V4-Äquivalente abgebildet - wo keine Entsprechung existiert, wird die Aufgabe übersprungen und im Log vermerkt

Die Migration ist konservativ: Im Zweifel wird eher übersprungen als falsch übernommen. Nach dem Import sollten Sie jedes migrierte Profil prüfen, bevor Sie es scharf schalten.


60.5.6 Anwendungsfall

Migration von AEP 3 auf AEP 4

Aus AEP 3 alle Profile als XML exportieren. In AEP 4 importieren - die V3-XML wird automatisch erkannt und auf V4-JSON migriert. Anschließend pro Profil prüfen, ob alle Aufgaben sinnvoll übernommen wurden.


60.5.7 Tipps

  • Nach Import von V2/V3-Profilen erst alle Profile prüfen, bevor Sie sie aktivieren - die Migration ist gut, aber nicht perfekt
  • Passwörter werden bei Konto-Import mit übertragen. Im Standard-Modus (verschlüsselt in der Profildatei) funktionieren sie auch auf einem anderen Benutzer/PC. Im Modus Windows Credential Manager müssen sie auf dem Ziel-System neu eingegeben werden, weil der Tresor an den Windows-Benutzer gebunden ist